Zurück zum Blog

Google Demand Gen Kampagne Video Creatives erstellen: Formate und KI-Workflow

AdsTurbo Team
Content Team
Produkt-Guides8 Min. Lesezeit
Google Demand Gen Kampagne Video Creatives erstellen: Formate und KI-Workflow
Zusammenfassung

Google Demand Gen Kampagne Video Creatives erstellen: Erfahre, wie E-Commerce-Teams 9:16-, 16:9- und 1:1-Assets planen, produzieren und testen.

adsturbo.ai | Published 2026-10-12 | Updated 2026-10-12

Google Demand Gen Kampagne Video Creatives erstellen bedeutet nicht, ein einziges Video mehrfach zuzuschneiden. Für YouTube, Shorts, Discover, Gmail und weitere Google-Flächen braucht es einen abgestimmten Mix aus Formaten, Hooks und Botschaften. Dieser Leitfaden zeigt einen praxistauglichen KI-Workflow für E-Commerce-Shops – von der Creative-Matrix bis zum Testplan.

Was ist eine Demand Gen-Kampagne?

Eine Demand Gen-Kampagne ist ein Google-Ads-Kampagnentyp für visuell geprägte Umfelder wie YouTube, YouTube Shorts, Discover und Gmail. Sie soll Nutzer erreichen, bevor sie aktiv nach einem Produkt suchen, und arbeitet deshalb stärker mit aufmerksamkeitsstarken Bildern, Videos und Zielgruppensignalen als mit klassischen Suchanzeigen. (support.google.com)

Für E-Commerce bedeutet das: Das Creative muss den Produktnutzen schnell erklären, Interesse aufbauen und eine klare nächste Handlung anbieten. Ein Produktvideo für Demand Gen sollte daher nicht nur „schön“ aussehen, sondern bereits in den ersten Sekunden Problem, Produkt und Ergebnis erkennbar machen.

Google empfiehlt für Demand Gen mehrere kreative Assets und Seitenverhältnisse. Die Plattform kann zwar bestimmte Varianten automatisiert ableiten, doch ein natives Creative pro Format bietet meist mehr Kontrolle über Bildausschnitt, Textposition und Dramaturgie. (webfiddle.net)

Welche Videoformate braucht Google Demand Gen?

Für die Grundabdeckung sollten E-Commerce-Werbetreibende mindestens ein horizontales, ein quadratisches und ein vertikales Video einplanen. Die wichtigsten Formate lassen sich so zusammenfassen:

FormatEmpfohlene AuflösungTypischer Einsatz
16:91.920 × 1.080 pxYouTube und horizontale Ausspielungen
1:11.080 × 1.080 pxFeed- und quadratische Placements
4:51.080 × 1.350 pxMobile Feed-Flächen
9:161.080 × 1.920 pxYouTube Shorts und mobile Vollbildflächen

Google nennt für Video-Assets eine Mindestdauer von fünf Sekunden. Videos unter zehn Sekunden können nicht als YouTube-In-Stream-Anzeigen ausgeliefert werden. Für viele E-Commerce-Creatives ist deshalb ein Kernbereich von 10 bis 30 Sekunden sinnvoll: lang genug für Demonstration und CTA, kurz genug für schnelle Varianten. (support.google.com)

Wichtig ist außerdem die Safe Zone. Produktname, Preis, Rabattcode und CTA gehören nicht an den äußersten Rand, weil Benutzeroberflächen und Plattform-Elemente Teile des Videos überdecken können. Im 9:16-Format sollte die wichtigste Aussage deshalb eher im mittleren Bereich liegen.

Wie baut man ein Demand Gen Video-Set für E-Commerce auf?

Die effizienteste Methode ist eine Matrix aus Format, Hook, Nutzenargument und CTA. Dadurch entstehen nicht nur verschiedene Exporte, sondern tatsächlich unterschiedliche Testvarianten.

1. Ein Kernangebot definieren

Vor der Videoproduktion sollte genau ein Hauptversprechen feststehen. Beispiele:

  • „Weniger Kabelsalat auf dem Schreibtisch“
  • „Schneller trockene Haut nach dem Duschen“
  • „Mehr Stauraum ohne Bohren“
  • „Passform vor dem Kauf besser einschätzen“

Ein Video mit drei gleich starken Botschaften wirkt häufig unklar. Für Demand Gen ist ein klarer Angle pro Creative leichter auswertbar.

2. Drei Hook-Typen vorbereiten

Für jedes Produkt empfiehlt sich ein kleines Hook-Set:

  1. Problem-Hook: „Dein Schreibtisch sieht trotz Organisation immer noch so aus?“
  2. Demo-Hook: Das Produkt löst das Problem unmittelbar im Bild.
  3. Ergebnis-Hook: Vorher-Nachher, Zeitersparnis oder sichtbare Anwendung.

Diese Hooks sollten nicht nur als Textvarianten existieren. Idealerweise unterscheiden sich auch die ersten zwei bis drei Einstellungen. Genau dort entscheidet sich, ob ein Nutzer weiter zusieht.

3. Die Formate nicht einfach beschneiden

Ein 16:9-Video zeigt oft mehrere Objekte nebeneinander. Im 9:16-Format funktioniert dagegen ein einzelnes Produkt, eine Person oder eine Handlung im Zentrum besser. Deshalb sollte der Schnitt formatgerecht geplant werden:

  • 9:16: große Produktdetails, schnelle Untertitel, ein zentraler Fokus
  • 1:1: Produkt und Nutzenargument ausgewogen im Bild
  • 16:9: mehr Kontext, Anwendungsszene oder mehrere Elemente
  • 4:5: mobile Feed-Komposition mit klarer CTA-Zone

Für die Erstellung von Testvarianten kann ein KI-Video-Ad-Generator-Workflow für E-Commerce als Produktionsgrundlage dienen. Entscheidend bleibt jedoch die Creative-Logik, nicht die bloße Anzahl der generierten Videos.

KI-Workflow: Von Produktbild zu Demand Gen Creative

Ein effizienter Workflow beginnt mit vorhandenen Assets und vermeidet unnötige Dreharbeiten.

Schritt 1: Produktmaterial vorbereiten

Für ein Produktvideo genügt bei vielen Workflows zunächst ein klares JPG- oder PNG-Produktbild. Eine freigestellte oder vor einem ruhigen, einfarbigen Hintergrund fotografierte Aufnahme erleichtert die automatische Analyse von Form, Farbe und Kategorie.

Bei fehlenden Anwendungsszenen können Produktbilder mit synthetischen Szenarien kombiniert werden. Für die Qualitätskontrolle sollten Proportionen, Verpackung, Logos und wichtige Produktdetails mit dem Original verglichen werden.

Schritt 2: Video-Struktur schreiben

Ein belastbares 15-Sekunden-Schema lautet:

  • 0–2 Sekunden: visueller Hook und Problem
  • 2–6 Sekunden: Produkt erscheint und wird gezeigt
  • 6–11 Sekunden: Anwendung, Vorteil oder Beweis
  • 11–15 Sekunden: Angebot, Marke und CTA

Diese Struktur ist kein starres Gesetz. Sie schafft aber einen gemeinsamen Rahmen, damit Varianten später nicht nur unterschiedliche Farben, sondern unterschiedliche Verkaufsargumente testen.

Schritt 3: Varianten für Sprache und Zielgruppe erstellen

Mit Videoübersetzung, Untertiteln, Lip Sync oder wechselnden AI-Charakteren lassen sich regionale Varianten schneller erstellen. Dabei sollte nicht nur die Sprache übersetzt werden. Auch Maßeinheiten, Währung, Rabattlogik, typische Einwände und kulturelle Bildcodes müssen zum Zielmarkt passen.

Für Demand Gen ist ein mehrsprachiger Lip-Sync-Workflow für E-Commerce-Videos besonders hilfreich, wenn ein erfolgreiches Ausgangsvideo in mehrere Märkte übertragen werden soll.

Schritt 4: Formatgerecht exportieren

AdsTurbo unterstützt bei Ad-Clone-Workflows die Analyse von Referenzvideos und die Erstellung von Varianten. Für die Demand Gen-Produktion ist besonders relevant, dass ein einzelner Creative-Gedanke in 9:16, 1:1 und 16:9 übertragen wird – jeweils mit angepasster Typografie, Bildkomposition und CTA-Position.

Eine eigene Testmatrix für bessere Creative-Entscheidungen

Viele Teams testen zu früh einzelne Farben oder Musikstücke. Aussagekräftiger ist eine dreistufige Matrix:

TestebeneBeispielWas wird gelernt?
AngleProblem vs. Demo vs. ErgebnisWelches Verkaufsargument zieht?
HookFrage vs. Vorher-Nachher vs. ProduktnahaufnahmeWas stoppt den Scroll?
AusführungUGC-Stil vs. Produktdemo vs. AI-CharakterWelche Präsentationsform passt?

Ein sinnvoller Starter für einen Shop sind 12 Assets: drei Angles × zwei Hook-Typen × zwei Hauptformate. Danach können die stärksten Kombinationen in 1:1 und 4:5 übertragen werden. Dieser Ansatz ist effizienter als 12 zufällige Videos, weil jede Variante eine klare Hypothese prüft.

Die Bewertung sollte nicht allein über Klickrate erfolgen. Für E-Commerce gehören mindestens Hook-View-Rate, View-Through-Rate, Klickrate, Add-to-Cart-Rate und Kaufabschluss in die Betrachtung. Ein Video mit niedriger Klickrate kann trotzdem wertvoll sein, wenn es qualifizierten Traffic mit höherer Kaufabsicht bringt.

Typische Fehler bei Demand Gen Video Creatives

Ein Video für alle Placements

Ein horizontaler Spot wird automatisch in ein Hochformat gepresst, wichtige Texte liegen außerhalb des sichtbaren Bereichs und das Produkt wird zu klein. Besser ist ein gemeinsamer Inhalt mit eigenständigem Schnitt pro Seitenverhältnis.

Der CTA kommt zu spät

Wenn Angebot und nächste Handlung erst in der letzten Sekunde erscheinen, erreichen sie nicht jeden Zuschauer. Der CTA sollte bereits im letzten Drittel sichtbar sein und mit dem gesprochenen oder eingeblendeten Nutzen übereinstimmen.

Zu viel Text auf dem Bildschirm

Untertitel, Preis, Rabatt, Produktvorteile und Logo konkurrieren miteinander. Eine klare Hierarchie funktioniert besser: Hook zuerst, Beweis danach, CTA zuletzt.

Schöne Szene ohne Produktsicherheit

Bei AI-generierten Anwendungsszenen können Produktform, Farbe oder Funktionen ungenau werden. Jede finale Version sollte deshalb mit dem Originalbild und dem tatsächlichen Listing abgeglichen werden. Für die Reduktion von Fehlkäufen hilft ein E-Commerce-Workflow für präzise Produktdarstellung und weniger Retouren.

Häufige Fragen

Wie viele Videos sollte eine Demand Gen-Kampagne enthalten?

Für den Start sind mehrere Varianten sinnvoll, nicht nur ein einzelnes Video. Ein pragmatisches Set besteht aus drei bis sechs unterschiedlichen Creatives, die sich bei Hook oder Angle wirklich unterscheiden und in mindestens zwei Formaten vorliegen.

Ist 9:16 für Demand Gen wichtiger als 16:9?

Keines der beiden Formate ersetzt das andere. 9:16 ist besonders relevant für YouTube Shorts und mobile Vollbildflächen, während 16:9 für horizontale YouTube-Umfelder weiterhin wichtig bleibt. Die passende Auswahl hängt vom Kampagnenziel und den aktivierten Placements ab. (support.google.com)

Kann ein bestehendes Social-Media-Video verwendet werden?

Ja, vorhandene Social-Creatives sind ein guter Ausgangspunkt. Vor dem Upload sollten jedoch Seitenverhältnis, Safe Zone, Textlesbarkeit, Markenhinweise und CTA geprüft werden. Google empfiehlt ausdrücklich, bewährte Social-Video- und Bild-Assets für Demand Gen zu nutzen. (business.google.com)

Wie lassen sich Varianten ohne großes Produktionsteam erstellen?

Mit einem strukturierten Produktbild-, Skript- und Format-Workflow. AdsTurbo bietet dafür unter anderem Product Video, Ad Clone, Videoübersetzung, Untertitel, AI-Upscaling, Character Swap und API-Zugriff. Die Generierung läuft asynchron und kann über Statusabfragen oder Webhooks überwacht werden.

Welche Daten sollten nach dem Start verglichen werden?

Vergleiche zuerst Hook und Angle, danach Format und Ausführung. So lässt sich erkennen, ob ein Ergebnis durch die Botschaft, den ersten Frame, das Seitenverhältnis oder die Präsentationsform entsteht.